Bereits 6.500 Unterschriften gegen das Bestellerprinzip für Immobilienmakler

Der Immobilienverband IVD hat eine Online-Petition gegen die Einführung des Bestellerprinzips veranlasst. Grundsätzlich könne nur der Vermieter als Auftraggeber auftreten und daher umfasse der aktuelle Gesetzesentwurf kein echtes Bestellerprinzip.

Die vorgeschlagene Regelung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz soll Mieter in angespannten Wohnungsmärkten entlasten. Die Zahlung der Maklercourtage soll von demjenigen erfolgen, der den Makler beauftrage. Meistens sei dies der Vermieter. Das Justizministerium schätzt die Entlastung für Mieter auf 571 Millionen Euro jährlich.

„Verfassungsrechtlich ist der Gesetzentwurf höchst bedenklich und greift in die Berufs- und Vertragsfreiheit ein, wie ein Rechtsgutachten von dem renommierten Staatsrechtslehrer Prof. Dr. Friedhelm Hufen gezeigt hat“, so der IVD. Zudem führe der Gesetzentwurf zu einer Beeinträchtigung des Mobilitätsverhaltens von Arbeitnehmern. Der Makler könne bei kurzfristigen Gesuchen nicht mehr selbstständig aktiv werden und Wohnungen aus seinem Portfolio anbieten. Er müsse einen Auftrag vom Klienten erhalten. Die Zusatzkosten könnten in Form von höheren Mieten oder Abschlagszahlungen an den Mieter weitergereicht werden.

Quelle: Pressemitteilung IVD

Der Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V. ist die Berufsorganisation und Interessensvertretung der Beratungs- und Dienstleistungsberufe in der Immobilienwirtschaft. Der IVD hat rund 6.000 Mitgliedsunternehmen, darunter Immobilienberater, Immobilienmakler, Bauträger, Immobilienverwalter, Finanzdienstleister und Bewertungssachverständige sowie weitere Berufsgruppen der Immobilienwirtschaft. (MLN1)

www.ivd.net

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