Bundesverband Öffentlicher Banken fordert Gesetz für Immobilienrente

Angesichts einer im Zuge des demografischen Wandels immer älter werdenden Bevölkerung hat der Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) von der Politik erneut gesetzliche Grundlagen für durch Immobilien gesicherte Rentendarlehen gefordert. Derzeit werden in Deutschland unter der Bezeichnung „Immobilienrente“ bereits entsprechende Produkte angeboten, unter anderem durch VÖB-Mitgliedsbanken.

„Ein Markt für die Immobilienrente kann sich ohne politische Unterstützung nicht weiter entwickeln, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine transparente und verständliche Produktlösung behindern“, sagte VÖB-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans Reckers. Er betont dabei, dass die Banken zu ihrer Verantwortung stehen, die komplexe Produktmaterie an den besonderen Bedarf der Zielgruppe der Senioren anzupassen.

Der Verband weist darauf hin, dass etwa zwei Drittel der privaten Vermögensbestände in selbst genutztem Wohneigentum gebunden sind. Ein geringes Alterseinkommen und weiterhin steigende Wohnnebenkosten können einen unabhängigen Ruhestand in den eigenen vier Wänden nicht mehr garantieren. Abhilfe kann dabei die Immobilienrente schaffen, die nach dem Prinzip der Umkehrhypothek funktioniert. Eine Umkehrhypothek beschreibt ein grundpfandrechtlich gesichertes Darlehen, das sich durch die Auszahlung regelmäßiger Darlehensbeträge und durch die Berechnung von Zinsen sukzessive aufbaut. Dabei bleibt der Schuldner Eigentümer seiner Immobilie und ist in der Regel zu Lebzeiten nicht verpflichtet, die bestehende Darlehensschuld zurückzuzahlen. (jpw)

www.voeb.de

Zurück