Münchner Wohnungen erreichen mit Durchschnittspreisen von 3.767,38 Euro pro Quadratmeter neuen Spitzenwert

Der Boom auf dem Münchner Wohnungs- und Hausmarkt setzt sich im vierten Quartal 2012 fort. Im Vergleich zum Vorquartal ziehen die Wohnungspreise in der bayerischen Landeshauptstadt um 3,75 Prozent auf 137,62 Zählerpunkte an und erreichen damit einen neuen Rekordwert. Auf Jahressicht entspricht dies einer Verteuerung von 10,98 Prozent. Damit haben in der Region Süd Eigentumswohnungen in München vor Stuttgart und Frankfurt am Main mit Abstand am stärksten zugelegt. Dies geht aus dem aktuellen „Dr. Klein-Trendindikator Immobilienpreise“ (DTI) für die Region Süd hervor.

Münchner Wohnungen erzielen auch beim Kaufpreisniveau Spitzenwerte. Der Medianpreis für Alt- und Neubauten liegt im vierten Quartal 2012 bei 3.767,38 Euro pro Quadratmeter. Die Preisspanne zwischen minimalem und maximalem Preis liegt zwischen 1.629,23 Euro pro Quadratmeter und 7.279,03 Euro pro Quadratmeter.

Die zweithöchsten Kaufpreise pro Quadratmeter in der Region Süd weist Frankfurt am Main mit einem Medianwert von 2.622,02 Euro auf. „Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind Wohnungen in Frankfurt 4,63 Prozent teurer geworden“, berichtet Mattheos Boutsioulis, Leiter der Niederlassung von Dr. Klein in Frankfurt. „Nach wie vor besteht ein Trend zu sehr guten bis guten Lagen. Da die Kaufpreise mittlerweile ein sehr hohes Niveau erreicht haben, sind nun mittlere Lagen wie das Gallus- und Gutleutviertel oder auch das Bahnhofsviertel und Dornbusch interessant geworden.“

In der Mainmetropole hat die Einwohnerzahl 2012 erstmals die 700.000er Marke übersprungen. Dies geht am Wohnungsmarkt nicht spurlos vorüber. „Aufgrund der Wohnungsknappheit werden vermehrt Gewerbeflächen zu Wohnflächen umgewandelt beziehungsweise Gewerbeobjekte abgerissen und anschließend durch gemischt genutzte Neubauten ersetzt“, so Boutsioulis. Dies ist beispielsweise im Westend, auf dem Areal um den ehemaligen Güterbahnhof und am Maintor der Fall.

Der Hausmarkt der Region Süd wird durch München angeführt. Auf Quartalssicht ziehen die Kaufpreise um 2,25 Prozent an - in Frankfurt und Stuttgart um 0,58 Prozent beziehungsweise 0,28 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verteuern sich Häuser in der bayerischen Landeshauptstadt um 5,79 Prozent und kosten im Mittel 2.790,92 Euro pro Quadratmeter. Die Preisspanne erstreckt sich von 1.200,63 Euro pro Quadratmeter bis zu 9.535,14 Euro pro Quadratmeter. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser erreicht in Frankfurt 2.010,71 Euro, in Stuttgart 2.108,84 Euro.

Traditionell ist in der schwäbischen Metropole der Hausmarkt stärker als der Wohnungsmarkt. Ende 2012 zieht der DTI-Teilindex für Eigentumswohnungen in Stuttgart um 4,31 Prozent. Mit 107,67 Zählerpunkten liegt der Teilindex für Wohnungen nun nahezu gleichauf mit dem der Häuser (108,07 Zähler). Auch auf Jahressicht steigen die Wohnungspreise in Stuttgart deutlich um 6,08 Prozent. In den kommenden Quartalen wird sich zeigen, ob Wohnungs- und Hausmarkt in Stuttgart einen neuen Trend einschlagen und auf ähnlichem Niveau verlaufen oder wieder auseinanderdriften werden.

Der Lübecker Finanzdienstleister Dr. Klein veröffentlicht mit dem Dr. Klein-Trendindikator Immobilienpreise (DTI) einen quartalsweisen, regionalen Immobilienpreisindex auf der Grundlage tatsächlich gezahlter Kaufpreise. Er analysiert monatlich die aktuelle Entwicklung der jeweils im Fokus stehenden Region. (jpw1)

www.drklein.de

Zurück