Scope: AIFM-Regulierung hat nicht zu einer Angebotsschwemme von Geschlossenen Fonds geführt

Das bevorstehende Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) am 22. Juli 2013 hat entgegen den Markterwartungen nicht zu einem steigenden Angebot Geschlossener Fonds geführt, so die Ratingagentur Scope in einer Analysemitteilung. Demnach wurden im Segment der Immobilienfonds im ersten Halbjahr 2013 Fonds mit einem Eigenkapital von knapp 700 Millionen Euro nach den alten gesetzlichen Regelungen emittiert (Vorjahreszeitraum: rund 880 Millionen Euro).

Mehr als 50 Prozent des Emissionsangebotes entfiel auf drei großvolumige Fonds: Den Jamestown-Fonds 28 mit circa 192 Millionen Euro (von US-Dollar umgerechnet) Eigenkapital, den Wealthcap Immobilienfonds Deutschland 35 mit einem Eigenkapital von 127,5 Millionen Euro und den Real I.S. Bayernfonds Australien 9 mit circa 97 Millionen Euro (von australischen Dollar umgerechnet) Eigenkapital.

Scope erwartet keine deutliche Zunahme des Angebots im zweiten Halbjahr. Zum einen müssen sich die Anbieter an das neue gesetzliche Umfeld der AIFM-Regulierung anpassen. Zum anderen wird die Akquisition geeigneter Objekte schwierig bleiben. Die Ankaufskonkurrenz insbesondere durch institutionelle Investoren ist nach wie vor hoch, so Scope.

Die Scope-Unternehmensgruppe ist eine bankenunabhängige Ratingagentur mit analysierten Vermögenswerten in Höhe von 1,2 Billionen Euro (eigene Angaben). Das 2001 gegründete Unternehmen mit Sitz in Berlin ist auf die systematische Recherche, Analyse und Bewertung von Unternehmen und deren Anleihen, das Rating nationaler und internationaler Kapitalanlagen und ihrer Managementgesellschaften spezialisiert. (jpw1)

www.scope.de

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